Schiff Ahoi – Wir fahren nach Europa

Heute besteigen wir in Ashdod die Gran Bretagna (Grimaldi Lines), auf der wir über das Mittelmeer bis nach Savona reisen. Wir werden die nächsten 5 Tage von der Außenwelt abgeschnitten auf hoher See verbringen …! Mit uns auf dem Schiff sind noch zwei weitere Passagiere, Tanya & Clive, die nach über 4 Jahren on the road durch Afrika nun auch die Heimreise antreten.

Für Nachreisende: Wir haben die Überfahrt für uns und das Auto über die Agentur Allalouf telefonisch gebucht (Ashdod – Savona). Die Gran Bretagna gehört zur Grimaldi Line und fährt unter italienischer Flagge. Alle Schiffsdaten sind online zu finden. Die Kosten belaufen sich auf 395 Euro pro Person und pro Auto, Verpflegung inbegriffen. Zusätzlich fallen noch rund 270 Euro Hafen- und Agenturgebühren an.

Planänderung!!!

Aufgrund einer im Nachhinein kaum noch rekonstruierbaren Kette an Ereignissen, die unsere geplante Route „unmöglich“ machten, waren wir gezwungen unsere Route „etwas anzupassen“. Folgendes ist nun vorgesehen: Während Fabian mit einem 3-Tages Transitvisum durch Saudi-Arabien heizt mache ich es mir in Dubai am Strand gemütlich und fliege von dort aus nach Jordanien, wo wir uns wieder treffen. Dieses kleine Land werden wir in aller Ruhe besichtigen, uns anschließend nach Israel begeben und von dort aus in die Heimat fliegen. Der liebe Kurti darf auf dem Schiff das Mittelmeer alleine bereisen.

Erwartete Ankunft in Wien ist Anfang/ Mitte Juni 🙂

Tipps für Nachreisende: Im Botschaftsviertel von Muskat findet man sowohl die Vertretung von Jordanien als auch von Saudi-Arabien. iWir holten zuerst das Visum für Jordanien, welches sofort ausgestellt wurde (Kostenpunkt 15 OR/ 30 EUR, notwendige Unterlagen: Reisepass, Passfoto, Carnet de Passage, Internationaler Führerschein). Anschließend versuchten wir unser Glück bei der Botschaft von Saudi-Arabien. Wider Erwarten wurde Fabian das Visum binnen weniger Stunden ausgestellt. Die Abwicklung selbst läuft über einen Agenten, der vor Ort war. Es muss glaubhaft dargestellt werden weshalb man Saudi-Arabien durchreisen will (offizielle Geschichte war die Weiterreise von Jordanien nach Kairo!). Das Visum kostete 20 OR (40EUR) und gilt exakt 72 Stunden. Notwendige Unterlagen:  Reisepass, Passfoto, Carnet de Passage, Internationaler Führerschein. Viel Erfolg!!

Aside

Der erste Eindruck von der Abu Dhabi Desert Challenge 🙂 Mehr folgt asap

Abu Dhabi Desert Challenge – Copyright Marlies Faulmann

Ein Grenzerlebnis – von schlechter Vorbereitung und dem Joker

Wir haben uns für diese Reise ein paar Regeln vorab ausgemacht. Zum Beispiel „Wir fahren nicht bei Dunkelheit“ oder „Der Konjunktiv ist auf dieser Reise verboten“. Also: Hätti, wari, wäri, würdi adé!

Zusätzlich haben wir auch noch einen „Joker“ eingeführt. Jeder von uns hat pro Monat einen Joker zur Verfügung. Zieht man seinen Joker muss der andere auf jeden Fall nachgeben bzw. hat egal bei welchem Streit Recht. Und nun war es soweit. Nach 8 Reisewochen hat Fabian seinen ersten Joker gezogen.

Folgende Horrorsituation hat ihn dazu veranlasst: 

Das Überqueren der iranischen Grenze ist kein Honiglecken. Unzählige Formulare müssen ausgefüllt, das Carnet de Passage richtig abgestempelt und die Grenzbeamten bestochen werden. Wir einigten uns auf folgende Arbeitsteilung: Ich verhalte mich unauffällig und bleibe im Auto und Fabian macht den Rest. Soweit so gut. Bei der Passkontrolle musste ich dann aber doch das Fahrzeug verlassen. Worauf ich von den Grenzbeamten sofort freundlich auf meine „fehlende Popschbedeckung“ hingewiesen wurde. Ich hatte zwar ein Kopftuch auf, aber bei meiner Vorbereitung habe ich anscheinend überlesen, dass Frau hier nicht nur ein Kopftuch tragen muss sondern auch noch ihren „Allerwärtesten“ verstecken muss. Meine Jogginghose erfüllte dieses Kriterium leider nicht. Mangels passender Kleidungsstücke wie zum Beispiel einem Mantel, Rock oder Kleid wollte mir mein lieber Gemahl einfach ein Handtuch um die Hüften binden!!

Tja, und da brannten mir die Sicherungen durch. In einem Anfall von feministischem Eifer und Eitelkeit verkündete ich lautstark: „Nicht mit mir, ich binde mich sicher kein Handtuch um, da kannst Du machen was Du willst!!!“. Unsere mittlerweile lautstarke Diskussion erregte einiges an Aufmerksamkeit und so zog Fabian ganz selbstlos seinen wertvollen Joker um die Situation zu retten. Ich bin also kleinlaut, innerlich vor Wut kochend bis zur Passkontrolle mitgegangen (2 Meter vom Auto entfernt) habe mich aber geweigert auch nur einen Schritt weiterzugehen. (Immerhin habe ich ja ausgesehen wir ein Kasperl: rosa/graues Kopftuch, blauer Pullover, rotes Handtuch, schwarze Hose… )

2 Tage später habe ich meiner Überreaktion eingesehen und Fabian hat auch seinen Joker wieder bekommen 🙂 Ende gut, alles gut!

30 Tage Kopftuch – Wir sind im Iran

Salam Türkei wir fahren in den Iran

Am 29.12.2012 haben wir die Grenze in den Iran überquert und seitdem haben uns die Iraner in Ihren Bann gezogen. Trotz der derzeit schwierigen Umstände begegnen uns die Menschen mit einer mir bisher unbekannten Freundlichkeit und Gastfreundschaft. 6 Tage im Iran und wir wurden zu Tee, Abendessen im Familienkreis, einer Bergbesteigung, einem Tagesausflug, zwei Übernachtungen inkl. Sightseeingtour und einem Mittagessen inkl. Sightseeingtour eingeladen. Die Eindrücke die wir gesammelt haben, die Geschichten und Schicksale haben mich zutiefst berührt.

Noch nie habe ich ein Land bereist, das mir und meiner Kultur fremder ist. Die Pflicht ein Kopftuch und Hidschab (lose Kleidung, welche die Figur nicht betont) zu tragen ist nur ein kleines Beispiel. Gerade am Anfang konnte ich mich kaum daran gewöhnen in der Öffentlichkeit, also beim Essen, Kaffeetrinken, Spazierengehen – IMMER – ein Kopftuch zu tragen und darauf zu achten, dass es nicht verrutscht – NIE!!! Hierzu ein erster Eindruck meiner Kopftuchkünste :-). Dank der lieben Arefeh sehe ich immerhin fast so hübsch aus wie die echten Iranerinnen.

Fotos, Geschichten und vieles mehr folgt sobald wir eine bessere Internetverbindung haben.

 

2013 – Happy New Year

Aside

2013 – Happy New Year

Wir wünschen Euch allen ein wunderschönes neues Jahr und senden ganz liebe Grüße aus dem Iran. Vielen Dank für die vielen lieben Nachrichten, SMS und Mails!!! Wir haben Silvester Tee trinkend bei einer sehr netten iranischen Familie in Kaleybar (Nordiran) verbracht. Um Mitternacht waren wir wieder im Hotel, haben mit alkolfreiem Bier angestoßen und nach alter Tradition Walzer getanzt.

 

Weihachten in Ankara

5 Tage in Ankara und Weihnachten bei den Ossmanns :-). Es war wirklich ein wunderschöner Weihnachtsabend. Wir haben sogar Geschenke aus Wien und echte Tante Ingrid Weihnachtskekse bekommen.

Wir wünschen euch allen Frohe Weihnachten und schöne Feiertage.

PS: Wir fahren heute weiter Richtung Ostanatolien.

Unsere Gastgeber - Familie Ossmann! Vielen Dank für den schönen Abend.

Unsere Gastgeber – Familie Ossmann! Vielen Dank für den schönen Abend.

 

Unser Weihnachtsessen

Unser Weihnachtsessen